Eine dreiköpfige Familie hat sich den Traum vom eigenen Zuhause erfüllt und ein älteres Reiheneinfamilienhaus gekauft. Da der Grundriss eher kompakt ausfällt, entstand rasch der Wunsch, den ungenutzten Estrich in einen hellen, wohnlichen Raum zum Spielen, Lesen und Arbeiten umzubauen.

Der Estrich diente bislang als Abstellraum. Zwei kleine, in die Jahre gekommene Dachfenster sorgten für etwas Tageslicht, doch Dichtungen und Rahmen waren bereits stark durch die Witterung in Mitleidenschaft gezogen. Zwar war der Raum mit Heizungsrohren erschlossen, jedoch fehlten sowohl Heizkörper als auch eine Bodenheizung.
Der Boden war provisorisch mit einer Holzkonstruktion abgedeckt, um den rohen Beton zu kaschieren. Der Kniestock war notdürftig mit einer dünner Dämmung und Platten verkleidet. Die Wände bestanden aus unverputztem Mauerwerk, funktional, aber wenig einladend und insgesamt eher ungemütlich.

Der Wunsch der Bauherrschaft war klar: Der Raum sollte freundlich, hell und einladend werden – ein Ort, an dem man sich gerne aufhält, sei es zum Arbeiten, Spielen oder Entspannen.
Eine Nische unter der Dachschräge, direkt neben dem Eingang, wurde neu als optisch abgeschlossener Abstellbereich geplant. Die bestehende Täferdecke war in gutem Zustand und konnte erhalten bleiben, ein charmantes Element, das dem Raum Charakter verleiht.


Ein entscheidender Schritt war der Ersatz der alten Dachfenster durch grosszügige neue Dachflächenfenster, die sowohl in der Länge als auch in der Breite deutlich grösser ausfallen. So entstand ein lichtdurchfluteter Raum mit fantastischem Ausblick.
Die neue Brüstungshöhe liegt bei etwas über einem Meter, ideal, um bequem hinauszublicken. Ergänzt wurde der Ausbau durch eine Fussbodenheizung im Trockensystem und einen hochwertigen Parkettboden, der Wärme und Wohnlichkeit verleiht.


Entlang einer Raumseite wurde vom Schreiner ein massgefertigter Einbauschrank in den Kniestock integriert – funktional durchdacht und optisch dezent.
Die grifflosen Fronten lassen sich mit einem sanften Druck öffnen, ganz ohne Schnörkel, aber mit Stil, Zurückhaltung und hoher Funktionalität.
Die Architektin begleitete die Familie durch alle Projektphasen, von der Ideenfindung über die Planung und das Baugesuch bis hin zur Koordination der Handwerksbetriebe, Überwachung der Arbeiten und abschliessenden Kostenkontrolle.

Nach einer ersten gemeinsamen Begehung mit ausgewählten Unternehmern wurden Offerten eingeholt, verglichen und die passenden Fachkräfte beauftragt.
Auch die Bauherrschaft leistete einen wertvollen Beitrag: Sie entfernte eigenständig die alte Boden- und Kniestockverkleidung und bereitete den Raum besenrein vor. Während des Ausbaus unterstützte sie das Projekt tatkräftig mit Eigenleistungen.


Ein zweites Koordinationstreffen mit allen Beteiligten vor Baubeginn sorgte für Klarheit im Ablauf, stimmte die Schnittstellen ab und klärte offene Fragen. Dann ging alles schnell: Innerhalb ein paar Wochen wurde der gesamte Ausbau umgesetzt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aus einem dunklen, ungenutzten Estrich wurde ein lichtdurchfluteter, hochwertig ausgebauter Raum – mit Atmosphäre, Weitblick und vielfältiger Nutzungsmöglichkeit.
Ein echter Gewinn für die Familie und ein schönes Beispiel dafür, was durch präzise Planung, gute Zusammenarbeit sowie gestalterische und handwerkliche Sorgfalt entstehen kann.
Planen auch Sie einen Dachausbau oder möchten brachliegende Fläche sinnvoll nutzen?
Wir unterstützen Sie gerne – von der ersten Idee bis zur Fertigstellung.
| Fachgebiet | Architektur, Ausbau |
| Status | Ausgeführt |
| Jahr | 2025 |